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Donnerstag, 23.02.2012
So sicher sie sich im Leben einer jeden Frau einstellen, so individuell gestalten sie sich für jede Einzelne. Wie bereitet „frau“ sich vor?
Katapultiert die Pubertät junge Mädchen In ihre Fraulichkeit und richtet den Körper auf Fortpflanzung aus, so „polen“ die Wechseljahre diesen Prozess wieder um: Gebärmutter und Eierstöcke gehen quasi in Rente.
Wie die Pubertät ist auch das Klimakterium ein grundlegender Veränderungsprozess im weiblichen Körper, der nicht ohne Begleiterscheinungen bleibt. Wenn es auch typische Symptome gibt, ist der Prozess des „Wechsels“ doch bei jeder Frau sehr individuell.
Ganz einfach: Wenn der Vorrat der Eizellen Neige geht, weiß der Körper, dass Umstellung angesagt ist. Dieser Zeitpunkt liegt statistisch zwischen 40 und 50.
Die Begleiter der Wechseljahre sind eher lästige, aber Gott sei Dank vorübergehende, Weggefährten: Hitzeschübe, Schweißausbrüche, Müdigkeit und Erschöpfungszustände, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Depressionen, Traurigkeit, Reizbarkeit. Die Haut wird dünner und trockener, im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn. So kann auch der Geschlechtsverkehr schmerzlich werden. Die Gefahr der Osteoporose nimmt zu.
Das lässt sich nicht voraussagen – statistische Auswertungen zeigen allerdings dass von den Frauen in den Wechseljahren
1/3 keinerlei bis geringfügige Beschwerden hat,
1/3 mäßige bis starke beschwerden hat,
1/3 massive Beschwerden hat.
Vor allem eins nicht aus dem Auge verlieren: Die Wechseljahre sind, wie die Pubertät ein vorübergehender Prozess, kein endgültiger Zustand. Literatur, Film und Theater haben das Thema in den letzten Jahren entdeckt und sind eine wahre Fundgrube, um Informationen, aber auch Humor, zu gewinnen. (Empfehlenswert auch der im Januar 2011 im „stern“ erschienene Artikel „Heiße Zeiten“). Bei körperlichen Beschwerden mit der/dem Frauenarzt/ Frauenärztin besprechen, nicht auf eigene Faust mit Hormonpräparaten experimentieren. Bei seelisch schwierigen Zeiten überlegen, was und womit Sie sich selbst gut tun können, Zeit und Zuwendung für sich selbst fordern, mit Freundinnen austauschen (schweigen oder erdulden ist kein gutes Konzept) und Stimmungsschwankungen ruhig auch zulassen. Gegebenfalls auch hier den Rat eines Arztes/Ärztin einholen. Auf jeden Fall sollten Sie sich nicht zuviel abverlangen denn „im Wechsel“ arbeiten Körper und Seele. Und wer arbeitet braucht auch Zeiten des Ausgleichs.